18. Dezember 2007
Die Warenhauskette Manor AG mit Hauptsitz in Basel ist eine Tochter der Maus Frères Holding in Genf. An ihrem Standort in Solothurn beschäftigt sie im Hauptgebäude 140 Mitarbeitende wie Detailhandelsfachleute, Logistiker, kaufmännische Mitarbeitende, Dekorateurinnen, Sicherheitsbeauftragte, Köche, Servicemitarbeitende in Voll- oder Teilzeitanstellung sowie acht Lernende.
Für eine gute Sache einstehen
Die Manor AG in Solothurn ist seit dem 1. Juli 2006 rauchfrei. Die Umstellung auf rauchfreie Arbeitsplätze wurde konzernweit umgesetzt. Die Aktion «arbeitsplatz.rauchfrei.» spielte dabei eher eine sekundäre Rolle, animierte aber zusätzlich, das Thema aufzugreifen und für den Gesundheitsschutz der Mitarbeitenden einzustehen. Die Geschäftsleitung liess die Mitarbeitenden denn auch aktiv bei der Umsetzung der neuen Regelungen teilhaben. Auch die kantonalen Fachstellen wurden für Beratungsgespräche beigezogen. Mit der Mitteilung über die Aktion «arbeitsplatz.rauchfrei», internen Informationen mit Gesundheitsempfehlungen und der Kommunikation von möglichen Wegen mit dem Rauchen aufzuhören wurde die Belegschaft laufend informiert.
In Kantinen darf noch geraucht werden
Die Mitarbeitenden, von denen immerhin 30 Prozent rauchen, reagierten auf die Umstellung vorwiegend positiv. Sie erachten es als ein Plus, da weniger geraucht wird. Insbesondere sind die Nichtraucher froh, bei der Arbeit im Kunden-Restaurant nicht mehr dem Passivrauchen ausgesetzt zu sein. Heute herrscht im ganzen Haus ein Rauchverbot, mit Ausnahme der Kantinen: Den Angestellten stehen getrennte Raucher- und Nichtraucheraufenthaltsräume zur Verfügung. «Seit Einführung der Aktion wird sicher weniger geraucht. Um eine genaue Erhebung zu ermöglichen, möchten wir eine Mitarbeiterbefragung durchführen», meint Daniela Wenger Dörflinger, Leiterin Personal und Verwaltung sowie Verantwortliche der Aktion bei Manor Solothurn.
Das Preisgeld wird investiert
Die Geschäftsleitung hat beschlossen, die Gewinnsumme von 7'500 Franken in einen neuen Rauchabzug in der Raucherkantine sowie in eine Tür in der Nichtraucherkantine zu investieren. Weiter sollen Raucher motiviert werden, ihre Sucht zu bekämpfen und Rauchstopp-Kurse bei den kantonalen Fachstellen zu besuchen.
Artikel in der Solothurner Zeitung, 19.12.07 (pdf-Download)
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