7. Dezember 2007
De Martin AG in Wängi TG ist in der Metallveredlung tätig. Der Familienbetrieb, der heute in dritter Generation geführt wird, beschäftigt insgesamt 90 Arbeitnehmende aus 15 Nationen, vorwiegend Galvanikerinnen und Galvaniker oder Angelernte. Die Firma veredelt Metallteile durch verschiedenste Beschichtungen, die teilweise speziell für einen Kunden in der Firma selber entwickelt werden. Die veredelten Teile kommen in zahlreichen Gebieten wie der Maschinenindustrie, der Medizinaltechnik, dem Apparatebau, der Luft- und Raumfahrt oder im Werkzeug- und Formenbau zum Einsatz.
«arbeitsplatz.rauchfrei.» als Anlass für die neuen Regelungen
Der Geschäftsführer Thomas De Martin hat sich spontan zur Teilnahme an der Aktion «arbeitsplatz.rauchfrei.» entschieden, als er davon erfuhr. Dabei stand der Gesundheitsschutz der Angestellten im Vordergrund. In den beiden benachbarten Gebäuden des Betriebs und in beiden Kantinen durfte zu der Zeit noch uneingeschränkt geraucht werden. Weil etwa die Hälfte der Belegschaft Raucher sind, war es schwierig, dem Rauch auszuweichen.
Die Projektleitung wurde Toni Neff übertragen. Als Verantwortlicher hat er als erstes je einen geeigneten Ort in jedem Gebäude als Raucherinsel bestimmt und bezeichnet: in einem Gebäude die Kantine, im anderen eine Pausenecke gleich neben einem Lüftungsschacht. In einem zweiten Schritt wurden die Mitarbeitenden über die Aktion «arbeitsplatz.rauchfrei.» und die neuen Regelungen informiert. Das Rauchen wurde auf die Raucherinseln beschränkt. So kann der Betrieb sowohl für die Raucher als auch für die Nichtraucher eine befriedigende Lösung anbieten und erfüllt die Kategorie Silber bei «arbeitsplatz.rauchfrei.».
Erst Widerstand, dann Zustimmung
Die Regelungen sind nicht bei allen Mitarbeitenden gut angekommen, so Toni Neff. Zu Beginn hätten sich die Raucher benachteiligt gefühlt und sich über die neuen Einschränkungen beklagt. Erst mit der Zeit habe man Verständnis für die Massnahmen entwickelt. Heute begrüssen sogar starke Raucher die neuen Regelungen. Allgemein lasse sich feststellen, dass das Rauchen weniger verteidigt werde als noch vor ein paar Jahren. Einerseits sei die Schädlichkeit des Rauchens für die Gesundheit besser bekannt, andererseits spiele auch der Preis der Zigaretten eine wichtige Rolle – das Rauchen sei weniger attraktiv.
Gewinnsumme für die Krebsliga
De Martin AG will sich auch weiterhin für den Gesundheitsschutz und den Schutz vor Passivrauchen einsetzen. Der Betrieb hat sich deshalb entschlossen, das Preisgeld von 5'000 Franken zu verdoppeln und der Krebsliga zu spenden.
Vertreterinnen und Vertreter der De Martin AG und der Krebsliga Thurgau nehmen von Anne Lévy, Bundesamt für Gesundheit (1. von links), Check in der Höhe von 5'000 Franken in Empfang. |
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