Zufriedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Die seit 1915 existierende Schaublin AG im jurassischen Delémont mit ihren rund 140 Mitarbeitenden beteiligt sich seit Mai 2006 an der Aktion «arbeitsplatz.rauchfrei.». Der Produzent von Präzisionskomponenten für Hersteller und Benutzer von Werkzeugmaschinen verbessert dadurch den Schutz seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor dem Passivrauchen.
In Delémont konzipiert und fabriziert die Schaublin AG hochpräzise Produkte sowohl im Bereich der Spannwerkzeuge als auch der Gelenkköpfe und weiterer Sonderausführungen und exportiert sie in die ganze Welt. Seit 1996 ist der KMU-Betrieb ISO 9001-zertifiziert und somit technisch auf höchstem Stand. Seit Mitte Mai 2006 ist Schaublin AG auch bezüglich Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz up to date: Mit dem Ziel, den rund 140 Mechanikern, kaufmännischen Angestellten, Ingenieuren und Technikern ein rauchfreie Arbeitsumgebung zu ermöglichen, beteiligt sich Schaublin AG seit Mai 2006 an der Aktion «arbeitsplatz.rauchfrei.»: Das Wohl der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer steht dabei im Mittelpunkt.
Ganzes Unternehmen steht dahinter
In den Büros wird seit dem Neubezug des Verwaltungsgebäudes im Jahr 1992 nicht mehr geraucht, ohne spezielle Regeln. Schaublin AG stieg in der Kategorie Bronze von «arbeitsplatz.rauchfrei.» ein, weil in dieser das Rauchen in der Cafeteria und in den Einzelbüros weiterhin möglich ist. So mussten vorerst keine speziellen Massnahmen getroffen werden. Die Initiative ergriffen hat eine Projektgruppe unter der Leitung von Didier Burkhalter, Chef Logistik und als solcher auch verantwortlich für die Sicherheit im Unternehmen. Getragen wird sie von der ganzen Unternehmensleitung.
Initiative ging von Rauchern aus
Das Unternehmen hat aber bereits vorher mit dem eigenen Projekt «Schaublin sans fumée» für frische Luft am Arbeitsplatz gesorgt. Didier Burkhalter: „Bereits einen Monat bevor wir uns für die Aktion «arbeitsplatz.rauchfrei.» angemeldet haben, machten Mitarbeitende, erstaunlicherweise fast ausschliesslich Raucher, mit dem Projekt «Schaublin sans fumée» den ersten Schritt in eine Zukunft mit gesünderen Bedingungen am Arbeitsplatz.“ Die Projektgruppe definiert Regeln, wie im Unternehmen ohne Belästigung durch Zigarettenrauch gearbeitet werden kann. Die Lungenliga Jura unterstützt das Unternehmen beim Vorgehen.
Kleiner Aufwand, grosser Ertrag
Bis dato hat das vierköpfige Projektteam sieben halbstündige Meetings durchgeführt und eine Information an alle Mitarbeitenden verschickt. Diese Massnahmen zeigen mit relativ geringem Aufwand bereits erste Erfolge: So wurde kurz nach dem Start des Projekts eine Umfrage durchgeführt. Auf 141 Personen verzeichnete das Unternehmen 52 Raucher, was 37% der Belegschaft entspricht. Gemäss Didier Burkhalter sei es zwar noch verfrüht, um Schlussfolgerungen zu ziehen; es gibt aber bereits einige Raucher, die beschlossen haben, an ihrem Arbeitsplatz nicht mehr zu rauchen. Und dies noch vor dem 1. Januar 2007, dem Tag, an dem das ganze Untenehmen rauchfrei sein soll.
So geht’s weiter
Bis Mai 2007 will Schaublin AG dann auch bei «arbeitsplatz.rauchfrei.» die Kategorie Gold erreichen. Das Projektteam arbeitet nun einen Plan mit flankierenden Massnahmen aus. Anschliessend soll ein Gesundheitsexperte anlässlich einer Informationsveranstaltung das ganze Paket vorstellen. Auch dem Projekt gegenüber kritisch eingestellte Mitarbeitende haben weiterhin die Möglichkeit, sich aktiv in den Prozess einzubringen.
Ein paar Tipps zum Schluss
Didier Burkhalter ist zufrieden mit der Umsetzung der beiden Projekte «Schaublin sans fumée» und «arbeitsplatz.rauchfrei.». Betrieben, die sich ebenfalls eine Teilnahme an der Aktion überlegen, gibt er folgende Tipps: „Bildung eines homogenen und repräsentativen Projektteams, das stets mit den Mitarbeitenden kommuniziert. Mittels Umfragen laufend den Puls der Mitarbeitenden fühlen. Und zum guten Schluss: Die Direktion wie die Personalvertretung sollten hinter dem Projekt stehen.“
Link zur Schaublin AG.
