Die Pfeife hat eine lange Geschichte und es gibt kaum eine Kultur, die nicht ihre ganz eigene Art der Pfeifen hat. Natürlich hat das Pfeife rauchen in vielen Kulturen nicht nur einen ganz besonderen Stellenwert, sondern auch eine ganz besondere Bedeutung. Am bekanntesten sind hier wohl die Friedenspfeife der Indianer und die Wasserpfeife, die Schischa, der Araber. In diesen beiden Kulturen ist das gemeinsame rauchen einer Pfeife ein Zeichen von Freundschaft und Zugehörigkeit. Dabei ist wohl einer der bekanntesten Pfeifenraucher in einem ganz anderen Metier zu Hause, dem Krimi. Natürlich ist hier Sherlock Holmes gemeint.
Es hat bei ihm beinahe den Anschein, dass er ohne seine geliebte Pfeife wohl kaum in der Lage gewesen wäre, all seine schwierigen Fälle zu lösen. Die Pfeife verleiht dem Menschen der sie raucht, ganz automatisch ein besonderes Charaktermerkmal, man assoziiert mit einem Pfeife rauchenden Menschen immer direkt einen Gemütsmenschen. Das liegt nicht zuletzt auch daran, dass man eine nun einmal nicht eben auf die Schnelle rauchen kann, wie es bei einer Zigarette der Fall ist. Vielmehr ist es schon ein feierlich zelebrierter Akt, die Pfeife überhaupt erst einmal zu stopfen. Dann wird sie ganz genüsslich angezündet und nun wird in aller Ruhe vor sich hin gepafft. Auf der anderen Seite muss man sagen, hat kaum ein Produkt der Tabakindustrie die Menschheit so sehr gespaltet wie die Pfeife. Die einen lieben den Geruch, die anderen bekommen Übelkeit davon.
Die Pfeifen in der Geschichte und in den verschiedenen Kulturen
Obwohl die Pfeifen in erster Linie ein sehr wichtiger Bestandteil vieler nordamerikanischer, wie auch vieler südamerikanischer Kulturen, doch auch in Europa hat die Pfeife eine lange Geschichte. So wird der älteste Pfeifenfund Europas, der übrigens aus dem bayrischen Bad Abbach stammt, wird auf die Zeit zwischen 1600 und 1300 vor Christus datiert. Jedoch wurden zu der Zeit die Pfeifen etwas anders geraucht, als es heute der Fall ist, da die gängigen Tabakwaren, wie wir sie heute kennen, nicht vorkamen. Es wird vermutet, dass in der damaligen Zeit hier getrocknete Blätter, getrocknetes Obst oder Ähnliches quasi als Tabakersatz dienten. Zu jener Zeit waren die Pfeifen jedoch auch im Nahen Osten sehr beliebt, wo sie zum Rauchen von Hanf oder Opium dienten. Auch die Wasserpfeifen folgten recht schnell, sie dienten dazu, sich in gemütlicher Runde mit Freunden auszutauschen. Auch bei den Indianern diente die Pfeife den altbewährten Friedenszeremonien. Doch auch während des Abhaltens vom Kriegsrat und dergleichen rauchten die Stammesältesten miteinander die Friedenspfeife, um sich gegenseitig ihre Einigkeit zu bezeugen.
Die Pfeife als Sammlerobjekt
Pfeifen werden heute nicht nur unbedingt zum Zwecke des Rauchens gebraucht, sie sind auch ein äußerst beliebtes Sammlerobjekt. In Anbetracht der Tatsache, dass es viele äußerst kunstvoll gestaltete Pfeifen gibt, wie natürlich auch historisch bedeutsame, erzielen die einzelnen Modelle bei Sammlern durchaus horrende Preise. Somit sind einige dieser Kunstwerke auch perfekt als Geschenk geeignet und werden sicherlich viel Freude berieten. Wer ein passionierter Sammler ist, der wird seine Pfeifen nicht nur entsprechend zur Schau stellen, er wird sie auch regelmäßig polieren und sie stolz dem willigen Besucher präsentieren.
Bild: Doris Heinrichs – Fotolia.com
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